📋 Bibliografische Angaben
Paul Ritter und das kulturhistorische Stadtbild Nürnbergs im späten 19. Jahrhundert
Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte 73
Stadtarchiv Nürnberg
Geschichte & Kunst, Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte, Reihen39,00 €
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Beschreibung
INHALT:
Der gehörlose Künstler Paul Ritter, der die meiste Zeit seines Lebens in Nürnberg lebte und arbeitete, trug erheblich zur romantischen Rezeption Nürnbergs als des "Reiches Schatzkästlein" bei. In häufig monumentalen Formaten spezialisierteer sich darauf, historische Szenerien stadtgeschichtlicher Großereignisse des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit vor der architektonischen Kulisse der ehemaligen Freien Reichsstadt festzuhalten. Sein Werk sensibilisierte das Bewusstsein der Nürnberger Bürger für die historische Bedeutung ihrer Stadt und profilierte ihre Verantwortung zur Bewahrung des historischen Stadtbildes als herausragendes kulturelles Erbe.
Dieser Band bietet erstmals eine umfassende Monographie zu einem der bedeutendsten Nürnberger Künstler aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er enthält eine thematisch gegliederte Beschreibung von Ritters Werk in allen Techniken und Gattungen. Der nach wissenschaftlichen Prinzipien aus Quellen, Archiven, Bibliotheken, Museen und Privatsammlungen erarbeitete Werkkatalog bildet nicht nur die Grundlage für ausführliche Beschreibungen seiner wichtigsten Gemälde sondern auch für weiterführende gattungsgeschichtliche Erörterungen zum Architekturbild in der Nachfolge KarlFriedrich Schinkels. Eben dieses erweiterte Ritter zu einem "kulturgeschichtlich" angereicherten, atmosphärisch aufgeladenen und oft auch pittoresken Stadtbild, begleitet von emotional bewegten und positiv gestimmten Szenerien.
REZENSION:
"Obwohl einer der wichtigsten Architekturmaler des deutschen Historismus, geriet er [Paul Ritter] nach seinem Tod weitgehend in Vergessenheit und wurde - abgesehen von Einträgen in Fachlexika - lediglich vereinzelt in Schriften zu Kunst und Stadtgeschichte Nürnbergs berücksichtigt. Silke Colditz-Heusl verschafft dem Künstler nun den verdienten Platz in der Kunstgeschichte. [...] Neben der kunsthistorischen Einordnung des Künstlers Paul Ritter macht den nun vorliegenden Band ein mehr als die Hälfte einnehmender Anhang-Teil besonders wertvoll, mit Werkkatalog, Index und Abbildungen.Das 174 Nummern umfassende, detailreiche Werksverzeichnis listet Zeichnungen, Aquarelle und Ölgemälde auf." Cornelia Oelwein in Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Band 78, Heft 1 (2015)
Der gehörlose Künstler Paul Ritter, der die meiste Zeit seines Lebens in Nürnberg lebte und arbeitete, trug erheblich zur romantischen Rezeption Nürnbergs als des „Reiches Schatzkästlein“ bei. In häufig monumentalen Formaten spezialisierte er sich darauf, historische Szenerien stadtgeschichtlicher Großereignisse des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit vor der architektonischen Kulisse der ehemaligen Freien Reichsstadt festzuhalten. Sein Werk sensibilisierte das Bewusstsein der Nürnberger Bürger für die historische Bedeutung ihrer Stadt und profilierte ihre Verantwortung zur Bewahrung des historischen Stadtbildes als herausragendes kulturelles Erbe.
Dieser Band bietet erstmals eine umfassende Monographie zu einem der bedeutendsten Nürnberger Künstler aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er enthält eine thematisch gegliederte Beschreibung von Ritters Werk in allen Techniken und Gattungen. Der nach wissenschaftlichen Prinzipien aus Quellen, Archiven, Bibliotheken, Museen und Privatsammlungen erarbeitete Werkkatalog bildet nicht nur die Grundlage für ausführliche Beschreibungen seiner wichtigsten Gemälde sondern auch für weiterführende gattungsgeschichtliche Erörterungen zum Architekturbild in der Nachfolge Karl Friedrich Schinkels. Eben dieses erweiterte Ritter zu einem „kulturgeschichtlich“ angereicherten, atmosphärisch aufgeladenen und oft auch pittoresken Stadtbild, begleitet von emotional bewegten und positiv gestimmten Szenerien.
