🔍 Vergrößern
29,90 €
inkl. MwSt. · Versandkostenfrei ab 29 €
Der Arbeitsbericht enthält als Kern die Gesamtbibliographie der Veröffentlichungen Dieter Wuttkes. Da diese aber nur einen Teil seines Schaffens abbilden kann, entstand die Idee, sie in Zusammenarbeit mit dem Autor so zu erweitern, dass auch andere Felder seines Wirkens mit berücksichtigt würden. Insbesondere seine Lehrtätigkeit ist hier zu nennen, seine vielfältige Unterstützung als Anreger und Förderer von anderen Forschern, von Schülern und auch von Künstlern, sowie seine Tätigkeit in wissenschaftlichen Gesellschaften, Beiräten und Forschungsinstitutionen. Wichtig ist auch sein Wirken als Reihenherausgeber. Bereits 1976 begründete er die bewusst humanistisch ausgerichtete Reihe Gratia. Nur drei Jahre später erschien der erste Band der Reihe Saecvla Spiritalia, in der die interdisziplinäre Forschung von der Antike bis in die Moderne gefördert werden sollte. Die Reihe, die inzwischen 54 Bände sowie zwei Sonderbände umfasst, etablierte sich rasch als Organ für anspruchsvolle, interdisziplinär ausgerichtete Kulturwissenschaft. Einer solchen inter- bzw. transdisziplinären Kulturwissenschaft den Boden zu bereiten und dabei Schüler und Kollegen auf diesem Wege zu unterstützen, ist seit Dieter Wuttkes Anfängen als Gymnasiallehrer sein größter Antrieb. Einige Texte zu Arbeitsethos und Berufsauffassung, die von 1951 bis 1995 datieren, sowie ein autobiograohsicher Überblick vervollständigen diesen Arbeitsbericht, der durch ein umfangreiches Register erschlossen wird.
Dieter Wuttke, Philologe, Kultur- und Kunstwissenschaftler, geboren 1929, lebt und arbeitet seit 1979 in Bamberg nach Stationen in Bremen, Bonn und Göttingen. Vortrags- und Forschungsreisen führten ihn quer durch Europa und die USA, spezielle Gastaufenthalte nach Hannover, Hamburg, London, Prag, Princeton, Washington, Santa Monica, Los Angeles, Cambridge (GB) und Viseu. Prägend für seine Forschungsausrichtung war während seines Studiums der klassische Philologe Ernst Zinn, bald aber auch die Kunst- und Kulturwissenschaftler Erwin Panofsky und Aby M. Warburg, deren strenge Methode des erschlossenen Details sich für die wissenschaftlich abgesicherte Grenzüberschreitung zwischen den Disziplinen als besonders tragfähig erwies.
Petra Schöner, geboren 1962, studierte in Bamberg Germanistik und Kulturgeschichte und lernte, wie die Methode von Aby M. Warburg die Grundlagen für die moderne Kunstgeschichtswissenschaft geschaffen hatte. Dieter Wuttke zeigte ihr, dass auch in der Philologie transdisziplinär nach Warburgs Bild geforscht werden kann. Sie promovierte bei ihm mit einer Arbeit über Renaissance-Flugblätter und deren Einheit von Text und Bild. Heute lebt sie als Autorin, Lektorin und Herausgeberin im Bereich der Kulturwissenschaften in der Schweiz.