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In der Langenburger Stadtkirche wird Kirchengeschichte erlebbar. Als Wallfahrtskirche noch ganz im alten Glauben verwurzelt, als evangelische Pfarrkirche konfrontiert mit bilderfeindlichen Einstellungen, als Residenzkirche Schnittpunkt weltlicher Macht und geistlicher Welt.
Besonders mit ihr verbunden ist Graf Heinrich Friedrich von Hohenlohe-Langenburg, der ihre Gestalt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ganz persönlich prägte. Die Ordnung der Welt war selbstverständlich gottgegeben und sie zu wahren die Aufgabe des Regenten. Wie diese aussah, das ist in der Stadtkirche einprägsam abgebildet.
Handwerker und Künstler für Bau und Ausstattung der Kirche im 17. Jahrhundert fand man vor Ort, in Hohenlohe und umliegenden Orten. Sie schufen ein eindrucksvolles Ensemble, das bis heute in seltener Einheitlichkeit erhalten ist.
Helmut Wörner, geboren 1959, ist Mitarbeiter im Hohenlohe-Zentralarchiv in Neuenstein und lebt in Schwäbisch Hall. Er erforscht mit Vorliebe Geschichte und Geschichten der alten Grafschaft Hohenlohe in all ihren Facetten.
Grundlage ist die spannende Detektivarbeit im Nachlass der Geschichte. Dabei geht es ihm immer auch um die Frage des individuellen Menschseins in den vorgegebenen Bahnen. Was machen die Protagonisten aus ihrer Rolle und was macht die Rolle mit ihnen?
So erforschte der Autor Leben und Werk des Malers Joachim Georg Creuzfelder, der die Hohenlohische Kunstwelt nach dem Dreißigjährigen Krieg mit geprägt hat, und las sich anhand zahlreicher Briefe ein in das Leben einer pfälzischen Prinzessin in ihrem Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit („Prinzessin zwischen den Welten“). Sein aktuelles Thema ist der Aufstand der Bauern im Musterland Hohenlohe-Kirchberg am Ende des alten Reichs.