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Albrecht von Rosenberg zu Boxberg und Schüpf, geboren um 1519, Hauptmann des Orts Odenwald der fränkischen Ritterschaft, von Kaiser Karl V. zum Ritter geschlagen, 1572 in der Wiener Haft verstorben - sein Briefbuch und das Gerichtsbuch dokumentieren den weitgehend vollständigen Urkundenbestand seines Archivs und gestatten einen für den Ritteradel seltenen Einblick in die Genealogie der Familie, ihre Einbettung in das Machtgefüge Frankens und ihre wirtschaftliche Position, wie sie sich in Kauf, Verkauf und Verpfändung äußern.
Die Urkunden des Briefbuchs sind in Regestenform gehalten, die vier Urkunden im Gerichtsbuch, die Marktrechtsverleihung für Unterschüpf, eine Polizei-, Gerichts- und Schulordnung, werden im Wortlaut wiedergegeben. Sie zeigen Albrecht von Rosenberg als patriarchalisch-strengen Administrator einer fast geschlossenen territorialen Herrschaft, der dem Anspruch eines frühmodernen Staates nahe kommt, als humanistischem Bildungsideal verpflichteten Gründer einer Lateinschule und als Reformator strenger lutherischer Observanz.
Dieter Joachim Weiß studierte Geschichte, Deutsch und Lateinische Philologie des Mittelalters in Erlangen, Wien und München, er promovierte 1990 und habilitierte 1996 an der FAU Erlangen-Nürnberg. Er ist Lehrstuhlinhaber für Bayerische und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Mittelalters an der LMU München, außerdem wiss. Leiter der Gesellschaft für fränkische Geschichte und zweiter Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.