📋 Bibliografische Angaben
Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst, Band 76 (2024)
Hrsg.: Matthias Stickler
Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. Würzburg
Geschichte & Kunst, Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst, Reihen, Veröffentlichungen der Freunde mainfränkischer Geschichte e.V.38,60 €
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Beschreibung
Das Mainfränkische Jahrbuch bietet eine Vielzahl regional- und lokalhistorischer, kultur- und kunstgeschichtlicher Beiträge.
Neben einer ausfu¨hrlichen Dokumentation der Feierlichkeiten rund um das 75-jährige Jubiläum der Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e. V. bietet der aktuelle 75. Band dreizehn, meist reichhaltig bebilderte Abhandlungen.
Diese befassen sich mit den Stammbäumen von Wu¨rzburger Domherren, sie beleuchten die Geschichte eines Austragshauses in Zell am Main sowie denTerrassengarten des dortigen Neumann-Palais, sie blicken mit uns auf die Gemäldesammlung der Wu¨rzburger Fu¨rstbischöfe des 18. Jahrhunderts und sie eröffnen uns private Einblicke in das Wu¨rzburg des ausgehenden Ancien Régime zwischen Empfindsamkeit und Aufklärung. Bildreich untersucht werden sowohl die Ausstattung im Weißen Saal
von Schloss Seehof als auch die Werke des flandrischen Malers Johann Baptist de Ru¨ll. Weiterhin erfahren wir viel Wissenswertes u¨ber die Handwerkskunst der Bu¨ttner- und Kellermeisterfamilie
Huth und werfen einen Blick auf die Pastellporträts der fränkischen Weinhändlerfamilie Wiesen. Wir blicken auf zwei "Wunderberichte" im Rahmen der Dettelbacher Wallfahrt und betrachten die Fru¨hgeschichte der Wallfahrtskirche in Dimbach. Schließlich begeben wir ans nordöstliche Ende des
ehemaligen Wu¨rzburger Hochstifts und betrachten dort am Beispiel der Stadt Seßlach die sogenannte "Dreifachzugehörigkeit". Der letzte Beitrag unseres Jubiläums-Bandes befasst sich mit "guter" Policey und der Dorfordnung des Bronnbacher Abtes Johann IX. Feixner.
Komplettiert wird das Jahrbuch erneut vom Rezensionsteil, der Beschreibungen, Analysen und Urteile aus den Bereichen der Allgemeinen, der Landes-, Kultur- und Kunstgeschichte umfasst.
Wie auch die Jahre zuvor bietet das diesjährige Mainfränkische Jahrbuch einen bunten Strauß an Texten zur Geschichte der Region. In zehn Abhandlungen und fünf Miszellen erhalten die Leser eine Vielzahl von Einblicken in Aspekte der Regionalgeschichte, welche die Vergangenheit greifbarer machen.
Die Abhandlungen befassen sich mit der Baugeschichte ausgewählter historischer Gebäude in Würzburg, so der Gebäudekomplex an der Westseite des Pleicher Kirchplatzes, die barocke Ausstattung der bekannten Würzburger Marienkapelle, ebenso wie die Vielfalt an Tierskulpturen im Veitshöchheimer Hofgarten und die Bibliothek der Fürstbischöfe. Doch es geht nicht nur um Gebäude und Skulpturen; auch militärgeschichtlich interessierte Leser können sich mit der Abhandlung über Steinkugeln und Geschütze zurück ins 14. und 15. Jahrhundert versetzen lassen. Wer sich mit den Hexenverfolgungen des Mittelalters beschäftigt, kann mit Jordanus Simon einen Kämpfer gegen den Hexen- und Aberglauben kennenlernen. Einzelne Persönlichkeiten, die die Geschichte Mainfrankens mitgeprägt haben, werden ebenfalls näher beleuchtet, wie der Gründer des Klosters Amorbach im Odenwald, Graf Ruthard, und die Familie Großjakob/Grandjacques aus Arnstein. Auch botanische Perspektiven aus der Vergangenheit werden mit einer Abhandlung über Pflanzen und ihre vielfältigen Bedeutungszuschreibungen berücksichtigt. Nicht fehlen dürfen natürlich diverse Perspektiven der schönen Künste – vom Würzburger Veitsgeschirr des 18./19. Jahrhunderts bis hin zu fränkischer Hofkunst.
In die Reihe kunstgeschichtlicher Beiträge fügen sich die Miszellen, die sie sich mit einem bisher unbekannten Gemälde von Georg Anton Abraham Urlaub befassen, ferner mit der Theaterzettelsammlung der Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V., die die Herausgeber des Jahrbuchs sind, und der Arbeit der Künstler Johann Simon Feilner und Johann Georg Leinberger am Schloss Seehof in Memmelsdorf. Auch gibt es einen Beitrag zum Fränkischen Oktoberfest, das 1949 in Würzburg stattfand. Einen fulminanten Abschluss findet die breite Aufstellung der Beiträge mit einer Miszelle über den Konditor Friedrich Platz aus Wertheim, der in Würzburg den Platz’schen Garten gründete.
Dieses Kaleidoskop an kunst-, bau- und regionalgeschichtlichen Einblicken wird bereichert von über 350 Abbildungen, die das Buch zu einem Erlebnis für alle Kunst- und Geschichtsinteressierten in Würzburg, Franken und noch weiter hinaus machen.
Über den Autor / die Autorin
Matthias Stickler studierte von 1988 bis 1995 Geschichte, Deutsch und Sozialkunde an der Universität Würzburg und legte dort das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Er wurde 1997 promoviert und habilitierte sich 2003. Er lehrt neuere und neueste Geschichte an der Universität Würzburg, leitet dort das Institut für Hochschulkunde und ist Studiengangkoordinator der Philosophischen Fakultät. Seit 2017 ist er 1. Vorstand der Freunde mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V.
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