📋 Bibliografische Angaben
Hl. Blut in Iphofen
Mit einer Edition des Mirakelbuches
Hrsg.: Dieter J. Weiß
Gesellschaft für fränkische Geschichte, Würzburg mit Geschäftsstelle
Geschichte & Kunst, Reihen, Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte e.V., XIII. Reihe: Neujahrsblätter26,80 €
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Beschreibung
Die Wallfahrt zum Hl. Blut in Iphofen ist heute nahezu erloschen und ihre siebenhundertjährige Tradition fast völlig vergessen. Im vorliegenden Band wird die wechselvolle Wallfahrts- und Baugeschichte zum ersten Mal aus den Archivalien des Pfarrarchivs erarbeitet. Den Ausgangspunkt bilden die Legende von einem angeblichen jüdischen Hostienfrevel und der ,Rintfleischpogrom" im Jahr 1298. Auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen wird der jüdische Beitrag zur Iphöfer Stadtgeschichte völlig neu bewertet. Im 18. Jahrhundert blühte die Wallfahrt auf und die Zahl der auswärtigen Pilger, die alljährlich in der Fronleichnamsoktav zum Gnadenbild des Fünfwundenheilands strömten, überstieg die Einwohnerzahl um ein Vielfaches. Grundlage für die Verlesung der Hl.-Blut-Wunder von der Kanzel war das bislang unbekannte und hier erstmals edierte Mirakelbuch. Zwischen 1674 und 1781 arbeiteten fünf Pfarrer an dieser Handschrift, die anschauliche Einblicke in die vielfältigen Sorgen und Nöte derVotanten, aber auch in die Problematik einer von der katholischen Transsubstantiationslehre geprägten Hl.-Blut-Wallfahrt im konfessionellen Grenzraum bietet.
Die Wallfahrt zum Hl. Blut in Iphofen ist heute nahezu erloschen und ihre siebenhundertjährige Tradition fast völlig vergessen. Im vorliegenden Band wird die wechselvolle Wallfahrts- und Baugeschichte zum ersten Mal aus den Archivalien des Pfarrarchivs erarbeitet.
Den Ausgangspunkt bilden die Legende von einem angeblichen jüdischen Hostienfrevel und der „Rintfleischpogrom“ im Jahr 1298. Auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen wird der jüdische Beitrag zur Iphöfer Stadtgeschichte völlig neu bewertet.
Im 18. Jahrhundert blühte die Wallfahrt auf und die Zahl der auswärtigen Pilger, die alljährlich in der Fronleichnamsoktav zum Gnadenbild des Fünfwundenheilands strömten, überstieg die Einwohnerzahl um ein Vielfaches.
Grundlage für die Verlesung der Hl.-Blut-Wunder von der Kanzel war das bislang unbekannte und hier erstmals edierte Mirakelbuch. Zwischen 1674 und 1781 arbeiteten fünf Pfarrer an dieser Handschrift, die anschauliche Einblicke in die vielfältigen Sorgen und Nöte der Votanten, aber auch in die Problematik einer von der katholischen Transsubstantiationslehre geprägten Hl.-Blut-Wallfahrt im konfessionellen Grenzraum bietet.
Über den Autor / die Autorin
Dieter Joachim Weiß studierte Geschichte, Deutsch und Lateinische Philologie des Mittelalters in Erlangen, Wien und München, er promovierte 1990 und habilitierte 1996 an der FAU Erlangen-Nürnberg. Er ist Lehrstuhlinhaber für Bayerische und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Mittelalters an der LMU München, außerdem wiss. Leiter der Gesellschaft für fränkische Geschichte und zweiter Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Bibliografische Daten
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