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Chorgestühle sind schon wegen ihres Standortes im Chor ohne Zweifel, neben dem Hochaltar, die wichtigsten Ausstattungsstücke von Stifts- und Klosterkirchen. Regelmäßig wird überschwenglich eine 'Hochblüte' der Chorgestühle des 18. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum festgestellt.
Die Kunstgeschichte verwies ihre Chorgestühle des 18. Jh. in die wissenschaftlich wenig prestigeverheißende Gattung des Kunstgewerbes, während die mittelalterlichen Gestühle wegen der geschnitzten Szenen zumeist in der feineren Gattung der Skulptur bearbeitet wurden.
Seit 1928 entstand eine Vielzahl von Monographien, in denen die Chorgestühle zu Recht mit den Mitteln der Stilanalyse und Ikonographie untersucht worden sind. Solches Vorgehen wird auch für diese Arbeit grundlegend sein. Ansonsten wurden die Chorgestühle aber isoliert, als reine Kunstobjekte betrachtet.
Dieter Joachim Weiß studierte Geschichte, Deutsch und Lateinische Philologie des Mittelalters in Erlangen, Wien und München, er promovierte 1990 und habilitierte 1996 an der FAU Erlangen-Nürnberg. Er ist Lehrstuhlinhaber für Bayerische und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Mittelalters an der LMU München, außerdem wiss. Leiter der Gesellschaft für fränkische Geschichte und zweiter Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.