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Als Lothar von Faber 1839 im Alter von 22 Jahren die Bleistift-Fabrik seiner Vorfahren übernahm, stand sie vor dem Ruin. Doch nur wenige Jahrzehnte später waren die Schreibgeräte aus Stein bei Nürnberg weltbekannt, Lothar besaß ein großes Vermögen, genoss hohes gesellschaftliches Ansehen und war in den Freiherrnstand aufgestiegen. Geschäft und Familie bildeten für ihn eine untrennbare Einheit - allen voran seine junge Ehefrau Ottilie und sein Sohn Wilhelm. Auch seine Geschwister band er in das Unternehmen mit ein. Doch als Lothar 1896 starb, hinterließ er keinen männlichen erben. Seine Vision, sein Lebenswerk nachfolgenden Generationen übergeben zu können, schien ernsthaft in Gefahr zu sein. Er konnte nicht ahnen, dass durch die Heirat seiner Enkeltochter Ottilie mit Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen die Firma mit großem Erfolg unter dem Namen "A.W. Faber-Castell" weitergeführt wurde. Der umfangreiche schriftliche Nachlass Lothars und seiner Familie lässt uns unmittelbar teilhaben an Freuden und Leiden einer weit verzweigten Dynastie, deren Schicksal sich vor dem Panorama einer bewegten zeitgeschichtlichen Epoche entfaltet.
Dieter Joachim Weiß studierte Geschichte, Deutsch und Lateinische Philologie des Mittelalters in Erlangen, Wien und München, er promovierte 1990 und habilitierte 1996 an der FAU Erlangen-Nürnberg. Er ist Lehrstuhlinhaber für Bayerische und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Mittelalters an der LMU München, außerdem wiss. Leiter der Gesellschaft für fränkische Geschichte und zweiter Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Renate Hilsenbeck studierte in Würzburg Germanistik und Romanistik. Nach Lehrtätigkeit und Promotion an der Universität Eichstätt war sie zunächst am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg tätig, bevor sie über zwanzig Jahre lang das Firmen- und Familienarchiv Faber-Castell in Stein leitete.