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📋 Bibliografische Angaben

Verlag: Edition Wort&Wert
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-87707-096-3
Sprache: Deutsch
Seiten: 440
Einband: Hardcover
📖 Buch

Zwischen Propaganda und Alltagsnot. Wetzlar und der Erste Weltkrieg 1914–1918.

von Irene Jung, Wolfgang Wiedl

Geschichte & Kunst

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Beschreibung

INHALT:
Der Schwerpunkt des Buches liegt auf den Ereignissen und Entwicklungen an der sogenannten Heimatfront. Die Wetzlarer Zivilbevölkerung hatte seit Anfang August 1914 täglich die Auswirkungen des Krieges vor Augen: die Soldaten fuhren an die Front, Verwundete kamen in die Lazarette, tausende Kriegsgefangene bevölkerten ein großes Lager, Hausfrauen kämpften mit den Tücken des Marken- und Kartensystems. Selbst die allgegenwärtige Kriegspropaganda konnte über die zunehmenden Probleme, die den Alltag prägten, nicht hinwegtäuschen.
Die Stadtverwaltung bemühte sich um eine gerechte und einigermaßen ausreichende Lebensmittelversorgung und Zuteilung von Gütern des täglichen Bedarfs. Auch Wetzlar und sein ländliches Umland erlebten den "Steckrübenwinter" 1916/17. Frauenvereine engagierten sich vor allen Dingen auf sozialem Gebiet und sammelten "Liebesgaben" für die heimischen Soldaten an der Front.
Die Wetzlarer Industriebetriebe stellten sich bald auf die Kriegsproduktion ein und waren schließlich sogar auf den Einsatz von Frauen und Kriegsgefangenen angewiesen. Das Gefangenenlager im späteren Büblingshausen entwickelte sich seit Herbst 1915 zu einem besonderen Lager für Ukrainer.
Mehrere bislang unveröffentlichte Kriegstagebücher gewähren Einblicke in das Soldatenleben im Weltkrieg und die Verbindung zwischen Front und Heimat.

REZENSION:
"Auf der Grundlage des Ausstellungsmaterials haben die Stadtarchivarin Irene Jung und ihr Mitarbeiter Wolfgang Wiedl nun ein vom Magistrat der Stadt udn dem Wetzlarer Geschichtsverein herausgegebenes Buch erarbeitet, das jedoch weit über einen reinen Ausstellungskatalog hinausgeht. Mit überzeugenden Texten, die das städtische und regionale Kriegsgeschehen stets in die größeren Zusammenhänge einordnen, und einer umfangreichen Bebilderung wird anschaulich dargestellt, wie sich der Krief auf das Leben der kleinen Industriestadt Wetzlar und auf die heute zur Stadt gehörenden umliegenenden Dörfer auswirkte. [...] Mobilmachung, Rekrutierungen udn Einquartierungen werden ebenso eingehend dargestellt wie die Kriegspropaganda und ihre lokalen Ausprägungen. [...] Zu den besonderen Stärken des buches gehören schließlich auch die umfangreichen Abschnitte über die Folgen des Krieges für die städtische wirtscahft: die nicht für alle Betriebe einfache Umstellung auf die neue Situation, die wachsende Bedeutung der Rüstungsproduktion und der Mangel an Arbeitskräften, der vor allem nach 1916 zum wachsenden Einsatz von Frauen und Kriegsgefangenen führte. [...] Insgesamt schließt das Buch eine große Lücke in der Wetzlarer Stadtgeschichte, die sich zuvor wenig mit den hier behandelten Themen beschäftigte. Angesichts der aufwendigen und überzeugenden Präsentation des Materials undder immer erkennbaren Bezugnahme auf die übergeordneten Forschungsfragen ist es jedoch nicht nur für an der Wetzlarer Geschichte interessierten Leser ein Gewinn." - Hand-Werner Hahn,

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf den Ereignissen und Entwicklungen an der sogenannten Heimatfront. Die Wetzlarer Zivilbevölkerung hatte seit Anfang August 1914 täglich die Auswirkungen des Krieges vor Augen: die Soldaten fuhren an die Front, Verwundete kamen in die Lazarette, tausende Kriegsgefangene bevölkerten ein großes Lager, Hausfrauen kämpften mit den Tücken des Marken- und Kartensystems. Selbst die allgegenwärtige Kriegspropaganda konnte über die zunehmenden Probleme, die den Alltag prägten, nicht hinwegtäuschen.
Die Stadtverwaltung bemühte sich um eine gerechte und einigermaßen ausreichende Lebensmittelversorgung und Zuteilung von Gütern des täglichen Bedarfs. Auch Wetzlar und sein ländliches Umland erlebten den „Steckrübenwinter“ 1916/17. Frauenvereine engagierten sich vor allen Dingen auf sozialem Gebiet und sammelten „Liebesgaben“ für die heimischen Soldaten an der Front.
Die Wetzlarer Industriebetriebe stellten sich bald auf die Kriegsproduktion ein und waren schließlich sogar auf den Einsatz von Frauen und Kriegsgefangenen angewiesen. Das Gefangenenlager im späteren Büblingshausen entwickelte sich seit Herbst 1915 zu einem besonderen Lager für Ukrainer.
Mehrere bislang unveröffentlichte Kriegstagebücher gewähren Einblicke in das Soldatenleben im Weltkrieg und die Verbindung zwischen Front und Heimat.

Bibliografische Daten

ISBN-13:978-3-87707-096-3
Verlag:Edition Wort&Wert
Erscheinungsjahr:2016
Seiten:440
Einband:Hardcover
Medientyp:Buch
Sprache:Deutsch

Schlagworte

Wetzlar Kriegspropaganda Erster Weltkrieg Preußen